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Die Kongregation der Schwestern vom Armen Kinde Jesu, gegründet von Clara Fey, errichtete nach dem Mutterhaus in Wien Döbling (Hofzeile) in den Jahren 1909/10 auch in Maria Enzersdorf ein Kloster.

 

Entwurf und Bauausführung lag in den Händen des Jugendstil-Architekten Sepp Hubatsch, der auch die berühmte Jugendstil-Häuserkette in der Keimgasse in Brunn am Gebirge vollendet hatte.

 

Die Kloster-Kapelle wurde auf "Maria Schutz" geweiht; das (nur halb fertiggestellte) Gebäude beherbergte ein Kleinkinderheim und ein Haushaltungspensionat für Mädchen.

Daneben betrieben die Schwestern eine Landwirtschaft.

 

1914 erfolgte die Eröffnung einer Volksschule für Knaben und Mädchen, 1915 eines Kindergartens und 1920 einer Hauptschule für Mädchen.

Ein Internat stand für alle Schultypen zur Verfügung.

 

1938 wurde das Gebäude beschlagnahmt, die Schwestern vertrieben und eine Dienststelle der Deutschen Wehrmacht eingerichtet.

 

1945 wurde das Gebäude geplündert und völlig verwüstet; doch die Schwestern konnten bereits im Herbst 1945 sowohl Kinderheim als auch Volksschule wieder eröffnen.

 

1953 wurde die Hauptschule eröffnet, sie bestand bis 1967.

 

1955 errichtete man einen Turnsaal.

 

Ab 1962 gibt es wieder einen Kindergarten, 1965 wurden Sonderschulklassen errichtet.

Nach Auflassung der Landwirtschaft baute man die Wirtschaftsgebäude zu Klassenräumen um, gleichzeitig wurde der Kindergarten neu erbaut.

 

1976 bis 1978 wurde ein Neubau zwischen den beiden Gebäudekomplexen errichtet, es entstanden neue Klassenräume, eine neue Kapelle, ein kleiner Turnsaal, sowie ein Hallenbad im Keller.

 

1981 kam für viele völlig unbegreiflich die Nachricht von der Schließung der Schule. Der Komplex sollte aus finanziellen Gründen verkauft werden.

Nun begann ein jahrelanges Tauziehen. Ein neu gegründeter "Schulverein" machte es sich zur Aufgabe, die Schule in jedem Fall zu retten, notfalls sogar selbst zu übernehmen, um eine Schließung zu vermeiden.

Das Fürsorgeheim wurde aufgelassen, die verbliebenen Kinder wurde zu den Trinitariern in der Vorderbrühl verlegt, wo sie von 3 Schwestern betreut wurden, Schwester Eva-Maria Reh verblieb in der Gießhüblerstraße.

3 Klassen des "Sportgymnasiums"/Keimgasse Mödling übersiedelten aus Platznot in die leerstehenden Räume des Gebäudes (in dem auch noch alle Hortgruppen bis 1994 untergebracht waren.

Nach langen und äußerst zähen Verhandlungen gelang es unter der Federführung der Landesregierung (Hofrat Pöschmann) und unter massiver Beihilfe der Gemeinde Ma. Enzersdorf sowie des Elternvereins ( Frau Cerny, anschließend Herr Ostertag und Herr Prof. Klicpera) eine für alle Beteiligte akzeptable Lösung zu finden:

Land/Bund übernimmt den unteren Komplex und führt das Sportgymnasium und ein ORG für Leistungssportler unter der Direktion des BG Keimgasse/Mödling weiter (Leiter Prof. Hoschek; Umbau und Zubau; wird 2001 eine eigenständige Schule);

Den oberen Teil übernimmt die Erzdiözese Wien als Schulerhalter und führt ab nun Volks- und Sonderschule, Halbinternat (=Hort bis 18 Uhr) sowie Kindergarten.

Aufgrund der hohen Anmeldungszahlen wird 1999 ein Klassen-Container zwischen Schule und Turnsaal aufgestellt

 

2000 wird das Dach des Kindergartens neu ausgebaut, um insgesamt Platz für 4 KG-Gruppen und 2 Kinder-Krippen-Gruppen zu haben.

2001/2002: 250 Kinder besuchten 11 Klassen mit Vorschul-Stufe und am Nachmittag wurden 8 Hortgruppen betreut.

 

2002/2003: Der Turnsaal wird von Grund auf saniert, sowie ein Zubau mit sechs neuen Klassen errichtet. Durch diesen Zubau gelangt man nun auch trockenen Fußes in den Turnsaal. Im Sommer 2003 erfolgten Umbauten in den bestehenden Trakten der Schule, sodass ab Schuljahresbeginn 2003/2004 wesentlich großzügigere Räume für die Schulklassen und Hortgruppen zur Verfügung stehen.

 

2003/2004: Segnung unseres Schulhauses durch Kardinal Schönborn. 252 Kinder besuchen 11 Klassen mit integrierter Eingangsstufe. Am Nachmittag werden die Kinder in 6 Hortgruppen betreut.

 

2008/2009: Im heurigen Schuljahr besuchen insgesamt 318 Kinder unsere 14 Klassen. Am Nachmittag werden die SchülerInnen des SME in 10 Hortgruppen betreut.

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